Herzlich willkommen bei der Abteilung Frauen des DGB-Bezirks Baden-Württemberg!Der DGB-Bezirk ist der Dachverband der 8 Mitgliedsgewerkschaften des DGB mit über 880.000 Mitgliedern im Land. Als Einheitsgewerkschaft sind wir politisch unabhängig, aber nicht neutral. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder gegenüber Landesregierung, Parteien und Verbänden. Für die Mitgliederbetreuung, die betriebliche Arbeit und Tarifverträge sind die Mitgliedsgewerkschaften zuständig. |
Internationaler Frauentag 2010 - Kurs halten! Gleichstellung!

Das Motto der DGB-Frauen zum Internationalen Frauentag 2010 lautet im Agendajahr:
Kurs halten! Gleichstellung
Die Agendapolitik hat zu erheblichen Verwerfungen am Arbeitsmarkt geführt. Immer mehr Frauen sind berufstätig, oft zu niedrigsten Löhnen, in unfreiwilliger Teilzeit, befristet oder in Minijobs. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Einkommen der Frauen für die Familien, denn prekäre Beschäftigung und Arbeitslosigkeit betreffen immer mehr auch Männer.
Noch ist die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise, die tiefe Spuren hinterlassen hat, nicht ausgestanden. Die Spielräume für Unternehmen und die öffentlichen Haushalte werden enger. Trotzdem muss die Gleichstellung der Geschlechter in Wirtschaft und Verwaltung, in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft auf der Agenda bleiben.
Wir brauchen dringend gleichwertige Lebens- und Arbeitsverhältnisse für Männer und Frauen.
Wir fordern:
- die Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse und deren Einbezug in die Sozialversicherung
- die Einführung existenzsichernder gesetzlicher Mindestlöhne
- eine gesetzliche Quotierung für Aufsichtsräte von 40%
- das Recht auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr
- gesetzliche Regelungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft
Gleichstellungspolitik ist kein Schönwetterprogramm. Darum gilt vor allem jetzt:
Kurs halten! Gleichstellung.
Aufruf zum Internationalen Frauentag 2010 zum Download
Flugblatt zum Internationalen Frauentag 2010 zum Download
Übersicht der DGB-Veranstaltungen in BaWü zum Internationalen Frauentag 2010 zum Download
DGB-Pressemitteilung zum Internationalen Frauentag 2010
Arbeitnehmerinnen-Empfang
Im Vorfeld des Internationalen Frauentags fand am Samstag, den 27. Februar 2010, der fünfte Arbeitnehmerinnen-Empfang des DGB-Bezirks Baden-Württemberg im Haus der katholischen Kirche statt. Mehr als 160 Frauen feierten gemeinsam, tauschten ihre Gedanken aus und knüpften Netzwerke.
Eingerahmt wurde die Veranstaltung von der DGB-Songgruppe "Haste Töne" aus Aalen und dem Projekt "Wir haben den längeren Atem". Als Hauptreferentin warf Stefanie Janczyk, vom Vorstand der IG-Metall, einen detaillierten Blick auf den Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung. Der Vortrag "Koalitionsvertrag aus Frauensicht" kann hier heruntergeladen werden.
Fotos zur Veranstaltung finden sich unter folgendem Link : http://gallery.me.com/roland.hamm#100165
Nach anklicken des Links bitte folgende Daten eingeben: Name: frauen2010/Kennwort: dgb
Unterschriftenaktion Büroberufe: "Karrierechancen für Frauen sichern, für eine qualifizierte Ausbildung"
Liebe Kolleginnen, liebe Frauen,
hier (Unterschriftenliste zum Download) findet Ihr die Unterschriftenaktion Büroberufe: "Karrierechancen für Frauen sichern, für eine qualifizierte Ausbildung".
Zurzeit laufen konkrete Vorbereitungen zur Neuordnung der Büroberufe. Die Arbeitgeberseite will das dazu nutzen, auch in diesem Bereich zweijährige Ausbildungen einzuführen. Hier soll ein Billiglohnbereich eingeführt werden, der in erster Linie wieder einmal Frauen trifft. Diese Kurzausbildungen führen in eine berufliche Sackgasse und erhöhen das Risiko von Arbeitslosigkeit.
Dies müssen wir verhindern und bitten euch deshalb, euch an der Unterschriftenaktion zu beteiligen. Sie richtet sich insbesondere an das Ausbildungspersonal, Betriebsräte sowie Jugend- und Auszubildendenvertreter/innen. Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, die Benachteiligung von Frauen durch eine Schmalspurausbildung zu verhindern!
Eine erste Veröffentlichung mit Zwischenstand der Unterschriften ist zum Equal Pay Day am 26.03.2010 geplant.
Der DGB-Bundesvorstand bräuchte deshalb die Unterschriften bis zum 19.03.2010!
Danach werden bis Ende Juni weiter Unterschriften gesammelt und dann Arbeitgeber und Regierung/Ministerien angeschrieben und die Unterschriften öffentlichkeitswirksam übergeben.
Bitte beteiligt Euch an der Unterschriftenaktion und streut diese möglichst weit.
17. DGB-Bundesfrauenkonferenz 2010
Unter dem Motto „Frauen bestimmt“ fand im Januar die 17. DGB-Bundesfrauenkonferenz in Berlin statt. Die dreitägige Konferenz stellte die Weichen der gleichstellungspolitischen Aktivitäten der DGB-Frauen in den nächsten vier Jahren. Sie stand im Zeichen der Auseinandersetzung mit bundespolitischen Vorstellungen zur Frauen- und Gleichstellungspolitik auf Basis des neuen Koalitionsvertrages.
Im Rahmen einer integrierten Fachkonferenz wurde die Frage "Wer ernährt die Familie" diskutiert, mit Blick auf die steigende Zahl an Familienernährerinnen.
Wer ernährt die Familie?
Im Rahmen der Bundesfrauenkonferenz wurde auch der Startschuss für das gemeinsame Projekt "Familienernährerinnen" von DGB und Bundesfrauenministerium gegeben. Hintergrund des Projektes:
Bereits in jedem fünften Mehrpersonenhaushalt sind Frauen die Hauptverdienerinnen und damit die „Ernährerinnen der Familie" - etwa die Hälfte von ihnen allein erziehend. Bei den anderen handelt es sich überwiegend um Frauen, deren Partner nicht erwerbstätig sind oder deutlich weniger verdienen. Fast 40 Prozent dieser Familien befinden sich im unteren Einkommensbereich.Trotz dieser eindeutigen Fakten hält sich hartnäckig das Bild von den Frauen als „Zuverdienerinnen". Weder Sozial- noch Steuerrecht werden den neuen Realitäten gerecht. Ziel des Projektes ist es, Handlungsempfehlungen vor allem für die Politik zu entwickeln.
Erste Eindrücke der Bundesfrauenkonferenz sind auf der Homepage der DGB-Frauen des DGB-Bundesvorstands zu finden.
16 Verbände positionieren sich gegen das von der Koalition geplante Betreuungsgeld
Offener Brief: "Betreuungsgeld ist ein sozial- und gleichstellungspolitischer Rückschritt"
Atypische Beschäftigung
Daten zur atypischen Beschäftigung für alle Stadt- und Landkreise gibt es auf der regionalen Datenbank "Atypische Beschäftigung" des WSI: http://www.boeckler.de/datypNeben allgemeinen Daten zur Entwicklung der Beschäftigung finden Sie hier Daten zur Leiharbeit, zum Umfang von Teilzeitbeschäftigung und Minijobs sowie die Zahl so genannter Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten). Die Daten werden jeweils für Männer und Frauen getrennt dargestellt und sind für jeden Landkreis und natürlich auch für jedes Bundesland abrufbar.
19. DGB-Bezirksfrauenkonferenz Baden-Württemberg
"Mehr Frauen – mehr Einfluss – mehr Zukunft"19. Bezirksfrauenkonferenz des DGB Baden-Württemberg
am 19. September 2009 in Stuttgart-Degerloch
Am Samstag, den 19. September 2009 kamen aus ganz Baden-Württemberg 130 Gewerkschaftsfrauen zur 19. ordentlichen Bezirksfrauenkonferenz des DGB Baden-Württemberg nach Stuttgart-Degerloch. Motto der diesjährigen Konferenz war "Mehr Frauen – mehr Einfluss – mehr Zukunft“. Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf den Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise auf die Beschäftigung von Frauen.
Grußworte hielten die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock, Thomas Halder, MD im Ministerium für Arbeit und Soziales, Dr. Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin von Stuttgart und Rainer Bliesener, Vorsitzender des DGB-Bezirks Baden-Württemberg.
Als Hauptreferentin konnte Mascha Madörin, feministische Wirtschaftsforscherin aus der Schweiz, gewonnen werden. Madörin referierte darüber, wie Frauen in der Wirtschaftskrise in die Offensive kommen. Sie ging nicht nur der Frage nach, wie die Konjunkturpakete und wirtschaftspolitischen Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise wirken, sondern auch in welchen Bereichen nachhaltig Arbeitsplätze geschaffen werden können. Der Vortrag kann als PDF heruntergeladen werden, s. unten.
Anschließend an den Vortrag diskutierten Mascha Madörin, Claudia Peter (IG Metall), Heike Rippert (ver.di), Ruth Weckenmann (Leiterin Stabstelle Chancengleichheit am Arbeitsmarkt) und Christa Cheval-Saur (Erwerbslosenberatung ver.di Stuttgart) unter der Moderation von Christiane Brehl (SWR) wie auch in der Krise Perspektiven für die Beschäftigungsmöglichkeiten von Frauen geschaffen werden können.
Auf der alle vier Jahre stattfindenden Konferenz beraten die Gewerkschafterinnen über die Frauen- und Gleichstellungspolitik. Gerade auch in der aktuellen Wirtschaftskrise gehört die Gleichstellungsfrage auf die arbeitsmarktpolitische Agenda. Gerade jetzt ist in den sozialen Bereich zu investieren. Der sich verschärfende Spardruck in der Krise darf nicht zu Lasten der Beschäftigungsperspektiven von Frauen gehen. Die Konjunkturpakete wurden insbesondere für Investitionen in Industrie und Bauwesen genutzt. Nun droht ein Arbeitsplatzabbau in den Dienstleistungsbereichen und damit vor allem von Frauenarbeitsplätzen. Das kann so nicht hingenommen werden.
Gesellschaftlicher Fortschritt lässt sich auch an einer gerechten Verteilung der Arbeit zwischen den Geschlechtern messen. Um auch den Frauen ausreichend Möglichkeiten zu geben, einer guten Arbeit nachgehen zu können und ihre Potentiale zu nutzen, muss die Politik den Rahmen schaffen. Zentrale Forderungen dabei sind: Ein Ende der Lohndiskriminierung. Zudem muss Schluss sein mit der Subventionierung von nicht-existenzsichernden Arbeitsverhältnissen. Wir brauchen einen Mindestlohn nicht unter 7,50 Euro. Außerdem müssten Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten so umgestaltet werden, dass sie nachhaltig die Vereinbarkeit von Familienarbeit und Beruf fördern.
Publikationen der Gewerkschaften zum Thema "Frauen und Krise" finden sich unter: http://www.dgb-frauen.de/aktuell/politik/frauen-und-die-krise/
Einladungsflyer
Vortrag von Mascha Madörin
Ankündigung zur Konferenz
Pressemeldung vom 17.09. zur Konferenz
Pressemeldung vom 19.09. zur Konferenz
Fachtagung FrauenStärken am 01.07.2009
Bildungs- und Karrierechancen von Frauen standen im Zentrum unserer diesjährigen Fachtagung FrauenStärken."Der Frauenanteil bei Führungspositionen in der öffentlichen Verwaltung des Landes und in der Landespolitik ist stark verbesserungsbedürftig und dies schneller als bisher. Wenn es im Land mit der Gleichberechtigung so weiter geht, dann brauchen wir weitere 100 Jahre!" Dieses kritische Resümee zog die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Marion v. Wartenberg auf der DGB-Fachtagung "FrauenStärken" am 1. Juli im Stuttgarter Gewerkschaftshaus vor über 150 Beauftragten für Chancengleichheit, Personalrätinnen und interessierten Frauen aus Behörden, Verwaltungen und Betrieben.
Tagungs-Flyer
Pressemeldung zur Tagung
Vortrag von Prof. Ingrid Miethe
Vortrag der GdP
Vortrag Gender Index
50 Jahre - 50 Frauen
Aus Anlass des 50. Geburtstages des Gleichberechtigungsgesetzes trafen sich am 27. September 2008 Gewerkschafterinnen mit frauenpolitisch aktiven Frauen aus Baden-Württemberg auf dem Stuttgarter Fernsehturm. In einer lebhaften Talkrunde warfen Zeitzeuginnen sowohl einen Blick zurück in die 60er und 70er Jahre als auch auf die Forderungen und Notwendigkeiten einer modernen Frauenpolitik.Presseberichte und Fotogalerie der Veranstaltung, die den Auftakt der regionalen Aktionen der bundesweiten DGB-Frauen Initiative „Ich bin mehr wert!“ darstellt. Plakate, Postkarten, Flyer und weitere Materialien der DGB-Initiative können bestellt werden unter www.dgb-frauen.de
Ein Höhepunkt der Fernsehturm-Veranstaltung war das gelungene Handschriftenplakat, das von den drei Initiatorinnen der Aktion „Verschiedene Frauen – Verschiedene Handschriften“ - Leni Breymaier, Anja Görzel und Dr. Gisela Meister-Scheufelen präsentiert wurde. Rund 50 bekannte Frauen aus Baden-Württemberg zeichneten handschriftlich ihre Wünsche und Forderungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf dieses Plakat. Ausführlicheres zu 50 Jahren Gleichstellung in Baden-Württemberg gibt es auf der dazugehörigen CD zu hören. Plakat/CD sind käuflich zu erwerben bei claudia.chirizzi@verdi.de Infos zum Plakat und zur CD unter: www.bawue.verdi.de
Mini-Jobs
Wie viele Stunden muss ich in einem 400-Euro-Job arbeiten?Der Ortsfrauenausschuss der IG Metall Schwäbisch Hall hat jetzt eine Informationsbroschüre für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 400-Euro-Jobs erstellt. Dazu eine Broschüre mit Anhaltspunkten für die Betriebsräte im Umgang mit geringfügiger Beschäftigung und eine Excel-Tabelle, mit der sich die Anzahl der für 400 Euro zu leistenden Stunden unter Berücksichtigung des tariflichen Einkommens, Zuschlägen und sonstigen Entgeltbestandteilen leicht berechnen lässt.
Zum Download:
Informationen für Beschäftigte zur geringfügigen Beschäftigung
Informationen für BetriebsrätInnen zur geringfügigen Beschäftigung
Rechenhilfe für die Berechnung der korrekten Stundenzahl bei 400-Euro-Jobs
Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG)
Die Bundesregierung beabsichtigt schon vor der Evaluation der Elterngeldregelungen eine Änderung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG).Die DGB-Stellungnahme dazu gibt es hier zum Download.





